Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe

Pressespiegel 2015



„Bessunger Neue Nachrichten“, Ausgabe vom 18. Dezember 2015
Vorfreude 1.000 Fuß über dem Meer

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NIK’LAUS IST EIN GUTER MANN
schallte es laut und vernehmlich aus rund 250 Kinderkehlen bei der sechsten Wald-Weihnacht auf der Ludwigshöhe am 13. Dezember. Und von seiner besten Seite zeigte sich dann auch der alte Mann mit dem langen Bart und der Zipfelmütze. Geduldig hörte er sich die vorgetragenen Gedichte und Lieder der Kinder an und zauberte schlussendlich für jeden eine süße Überraschung aus seinem großen Sack. Die Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe (BBL) als Veranstalter freute sich über den regen Zuspruch und auch die anderen gemeinnützig tätigen Vereine, wie z.B. KIWANIS, Streuobstwiesen Eberstadt, Kinderkrebshilfe, die TGB-Fußballer und viele Ehrenamtliche zeigten sich rundum zufrieden auf dem Bessunger Hausberg. Die musikalische Unterhaltung hatten der Kinderchor der Bessunger Schule, die Posaunenbläser der Liebfrauengemeinde und die Alphornbläser aus Biebesheim übernommen und für ihre Darbietungen großen Applaus geerntet. Der Kindermitmachzirkus Hallöchen verkürzte derweil die Wartezeit der Kleinen bis zum Erscheinen des Weihnachtsmanns mit Spielen und Kinderschminken. (Text: Charly Landzettel, Foto: Markus Rose)
Bilder von der 6. Waldweihnacht finden Sie in unserer Chronik.
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„Darmstädter Echo“, Ausgabe vom 14. Dezember 2015
Waldweihnacht mit Weitblick
Bürgeraktion versammelt Initiativen und Bürger beim Adventsmarkt

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Foto: Guido Schiek

Rund um den Turm auf der Ludwigshöhe gab es am Sonntag einen Adventsmarkt mit einem bunten Programm, organisiert von der Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe.

BESSUNGEN. Der Darmstädter Adventsmarkt mit der besten Fernsicht war am Sonntag der auf der Ludwigshöhe. Die Bürgeraktion Bessungen-Ludwighöhe feierte dort ihre sechste Waldweihnacht.

Kinder backen Stockbrote, es gibt Luftballonkunst, gebrannte Mandeln und einen Blick bis Frankfurt und den Taunus. Zwischen Plätzchen, Winzerglühwein, Handarbeiten oder Apfelgelee von den Eberstädter Streuobstwiesen informieren Vereine wie der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder oder der Kiwanis-Club über ihre Arbeit.

„Kiwanis“ bedeutet Freude schenken
Kiwanis verfolgt das Motto, den Kindern der Welt zu dienen („serving the children of the world“). Der Darmstädter Ableger wurde 2009 gegründet, schildert Präsidentin Marianne Weiss. „Der Name kommt aus einer indianischen Sprache“, erklärt sie. Für Kiwanis gebe es mehrere Übersetzungen, eine davon könne „Freude schenken“ sein. Eine andere Bedeutung des Begriffes sei „Freude, aktiv zu sein“. In Kranichstein arbeitet der Club mit dem „V.I.P.eers-Projekt“ zusammen, es wurde 2004 als aufsuchende Jugendarbeit“ konzipiert: Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Stadtteil, die selbst nicht immer die Bravsten waren, vermitteln mit ihrer „street credibility“, mit ihrer Glaubwürdigkeit aufgrund eigener Erfahrungen von der Straße, zwischen Jugendlichen und Bewohnern.

„Wir starten auch jedes Jahr ein Schulranzenprojekt in Kranichstein“, berichtet Marianne Weiss. In Zusammenarbeit mit den Sozialbehörden unterstütze der Verein rund 100 Kinder aus armen Familien mit einem Schulranzen. „Ab Sommer 2016 wollen wir jeden Monat ein Kinder-Projekt unterstützen“, ergänzt die Präsidentin. Das könne beispielsweise ein Ausflug zum Hofgut Oberfeld sein oder eine Kindervorstellung im Kikeriki-Theater.

Kiwanis gibt es in 80 Ländern mit 16.000 Clubs und 600.000 Mitgliedern. International wurden beispielsweise mit „Eliminate“ Tetanus-Impfungen unterstützt. Kiwanis wurde bereits 1915 in Detroit gegründet. Nach rund 50 Jahren mit Clubs in USA und Kanada wurden ab 1961 auch weltweit Clubs gegründet. Der erste deutsche Kiwanis-Club entstand 1963 in Frankfurt.

Die Waldweihnacht wird von der Bürgeraktion Bessungen-Ludwighöhe organisiert. „Wir hatten gestern einen ganzen Tag Arbeitseinsatz hier oben“, blickte Vorsitzender Erich „Charly“ Landzettel auf den Samstag, wo erst mal aufgeräumt werden musste. Rund 25 Mitglieder packten für den Adventsmarkt mit an. Anfangs fand die Waldweihnacht Samstag und Sonntag statt, so Landzettel, „dann hat sich der Sonntag als der interessantere Tag herauskristallisiert“. (mawi)
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„Bessunger Neue Nachrichten“, Ausgabe vom 4. Dezember 2015
BBL: Ein Dankeschön im Schalander

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Fotos: Ralf Hellriegel

IM FRÜHSTÜCKSRAUM DER BIERBRAUER, dem sogenannten Schalander, ließ die Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe (BBL) ihre vielen Helfer hochleben. Das Dankeschön des Vereins und seines Vorsitzenden Charly Landzettel (stehend) hatten sich die fleißigen ehrenamtlich Tätigen aber auch redlich verdient; denn was wären die Veranstaltungen der BBL und das Ausflugsziel Ludwigshöhe ohne diese emsigen Mitstreiter? Auch Gastgeber Wolfgang Koehler, Chef der Darmstädter Privatbrauerei, lobte in seiner Dankesrede den fortwährenden Einsatz aller und hob besonders die freundschaftliche Zusammenarbeit hervor. Schon seit fast 50 Jahren nämlich fühlt sich die Familie Koehler mit ihrer Brauerei der BBL verbunden und das zeigt sie auch bei ihrem Engagement im Verein.

Ein großes Dankeschön erhielten auch der scheidende Kerbevadder Ralf Hellriegel und seine Adjutanten Caro Happel und Dennis Oldag, die nach 13 Jahren Rund-um-die-Kerb-Einsatz ihre Zylinder an Jochen Werner und sein Gefolge übergaben. Ein mindestens ebenso großer Dank ging an Horst Uhrhan, der nach 10-jähriger Organisation des Bessunger Kerbeumzugs die Aufgabe an Reiner Leichtlein weiterreichte.

Im Fokus des überaus gemütlichen Abends standen jedoch die, die nicht immer im Vordergrund, sondern – wie es im Neudeutschen ausgedrückt würde – „backstage“ (hinter den Kulissen) ihre Arbeit ohne Murren verrichten. Und auf diese Helfer kann die BBL besonders stolz sein, obwohl es aus Altersgründen immer weniger werden und unbedingt nach engagierten Nachfolgern gesucht werden muss. (Charly Landzettel)

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„Bessunger Neue Nachrichten“, Ausgabe vom 9. Oktober 2015
„Alles hat ein Ende, nur die Kerb hat keins“
Bessunger Kerwevadder Ralf Hellriegel
verabschiedet sich nach 13 Jahren Amtszeit

BESSUNGEN (dos, rh). Es war das allseits bekannte Bessunger Kerbwetter – vier Tage durchgängig Sonnenschein. Ein gelungener Abschied auch von „ganz oben“ für den scheidenden Kerwevadder Ralf Hellriegel, der nach 13 Jahren zusammen mit seinen beiden Adjutanten Carolin Happel und Dennis Oldag den Zylinder an den Nagel hängt.

Nach dem Umzug vom Forstmeisterplatz, dem Kerwekranzhissen in der Orangerie und vor dem Bieranstich durch Oberbürgermeister Jochen Partsch eröffnete Hellriegel wie in jedem Jahr die Bessunger Kerb zunächst mit dem Auswerfen von Sonnencreme an die mehreren hundert Menschen und dann mit der legendären Frage: „Wem ist die Kerb?“

Und sie war auch 2015 wieder ein Highlight in Darmstadts Festkalender. Vom Auftakt im Gemeindehaus über den Frühschoppen beim Metzger Krug, vom Merck-Lauf und dem Kinderfest in der Orangerie bis hin zum großen Festumzug am Kerbsonntag und der proppevoll besetzten Bessunger Kirche am Sonntag sowie der Orangerie am Kerbmontag beim Frühschoppen. Nicht zu vergessen das Feuerwerk, welches stadtweit sichtbar ist und stets das Ende der Bessunger Kerb einläutet.

Alle Besucher nehmen Angenehmes mit von dieser Kerb, in diesem Jahr sogar die Bundesligaspieler von Bayern München, die am Kerbsamstag drei Punkte gegen die „Lilien“ aus der Merck-Arena am Böllenfalltor entführten.

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Einer der alljährlichen Höhepunkte der Lappingskerb ist sicherlich der – ebenfalls alljährlich seit Monaten ausverkaufte – Kerbeball am Samstagabend in der Comedy Hall. Wenn hier gegen 20 Uhr der Vorhang aufgeht, dann weiß das Publikum genau, wen es zu erwarten hat. Traditionell gehört Charly Landzettel und Roland Hotz zu Beginn des Kerbeballs die Bühne. In diesem Jahr sitzen sie im Nachthemd unter dem Sakko in der „Residenz zur faltigen Schärpe“ und bereiten sich auf ihren zukünftigen Mitbewohner vor. In drei Tagen solle der kommen, sinnieren die beiden Altkerbeväter während ein „Pfleehscher“ sie mit einer Schnabeltasse versorgt.

Ja, „die Zeit rennt“, findet auch Hellriegel selbst. Es komme ihm vor, als sei es gestern gewesen, als er sein erstes Protokoll hier verlesen habe, erinnert er sich.

So führt er dann sein Publikum in seiner letzten Kerberede auf eine Reise durch die vergangenen 13 Jahre seiner Regentschaft. Viel passiert sei in dieser Zeit. „Der Hüne von de Grüne“, Jochen Partsch, habe 2011 nach zwei roten Oberbürgermeistern das Amt übernommen. Doch eines habe sich auch unter der fortan grün-schwarzen Regierung nicht verändert: die Finanzlage der Stadt. „Das einzig Rote, was blieb, nach den Wahlen, waren die miserablen Haushaltszahlen“, zitiert Hellriegel aus seiner damaligen Rede. Und nicht nur die Finanzlage beschäftigt die Darmstädter und damit auch den Kerbevadder über die Jahre hinweg. Die Diskussion um eine ICE-Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs bezeichnet er als „Never-ending-Story“, die nach einem möglichen Stadion-Neubau als „ziemlich alten Hut“ und die nach der Darmbachfreilegung als „Dauerbrenner“.

In seiner über 70-minütigen bunten Mischung aus aktuellen städtischen Themen, Zitaten aus früheren Reden und natürlich auch dem einen oder anderen gekonnt vorgetragenen Witz, hat Hellriegel auch Lob.

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Der Aufstieg der Lilien in die erste Bundesliga ist für ihn gar das „Wunder vom Bölle“ und auch die Darmstädter Lokalpolitik bekommt von ihm Anerkennung, nämlich für ihre Maßnahmen in der aktuellen Flüchtlingskrise.

Von der Zeltstadt, von hunderten helfenden Händen, von der Unterstützung durch die Städtischen Kliniken, dem EAD und dem Roten Kreuz, und von dem Willkommensfest in der Innenstadt und von vielem mehr berichtet Hellriegel.

„Das nenn ich Nächstenliebe pur, praktisch gelebte Willkommenskultur“, fasst er zusammen. Für sein „Ich bin stolz, ein Heiner zu sein!“ bekommt er lautstarken, stehenden Applaus.

Tränchen in den Augen
Ein bisschen sentimental wird es dann am Ende seiner Rede. Der zukünftige Altkerbevadder überreicht seinen Adjutanten Caro und Dennis, die beide mit ihm angefangen haben und nun auch mit ihm gemeinsam aufhören, eine Hängematte für ihren Kerbe-Ruhestand und stimmt anschließend, wie jedes Jahr, ein Lied, dieses Mal sein Abschiedslied, an: „Alles hat ein Ende, nur die Kerb hat keins, die Lappingskerb bleibt deins und meins, drum musst du nicht traurig sein, unser Kerb wird immer sein!“ Standing Ovations.

Tränchen in den Augen des Kerbevadders entdeckt anschließend Hotz. Doch auch die halten den Kikeriki-Theaterchef nicht von einem derben Spruch ab. „Ich bin doch froh“, sagt er, „dass du nächstes Jahr nicht wieder hier singst.“

In der Pause bekommt Hellriegel viele Abschieds- und Dankesworte. Er habe seine Sache gut gemacht, lobt ihn einer mit einer herzlichen Umarmung, eine andere bringt dem zukünftigen Altkerbevadder ein selbstgebackenes Lapping-Plätzchen.

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Nach der Pause verrät Aurora DeMeehl dem Publikum Insider-Wissen. Dass die Lilien am Nachmittag gegen Bayern München verloren hätten, sei nur ihrer Erkältung zu verdanken. Denn eigentlich hätte sie sich in der Pause zu Manuel Neuer unter die kalte Dusche schleichen sollen, dann hätte der danach alle Tore durchgelassen. In einem „märchenhaften Kleid“, trällert sie dann, begleitet von Herrn Schmidt, zwei Liedchen, in deren Refrain die Gäste gerne einstimmen. Die Travestiekünstlerin und ihr Mann Jo sind von der Bessunger Bühne nicht wegzudenken und – auch wenn es an diesem Abend nicht offiziell war – so viel darf an dieser Stelle verraten werden: Aurora wird der zukünftige Kerbevadder, oder besser die zukünftige Kerbemudder. Am Montagfrüh bekannte sie sich nach der offiziellen Verkündung durch Charly Landzettel eindeutig zweideutig: „Ich bin die erste Bessunger Kerwemutter mit Stil.“
Wem, wenn nicht ihr, ist zuzutrauen, in die großen Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten?

Zukünftige Kerbemudder ein Schneewittchen
Was sie kann, zeigt sie im Anschluss noch einmal, als sie gemeinsam mit den „drei sieben Zwergen“ einen Auszug aus einem der Stücke des Kikeriki-Theaters, der Akte Schneewittchen, zum Besten gibt. Darin entdecken die – aufgrund von Personalknappheit – nur drei „eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, Zwerge, die das Leben lieben“, Schneewittchen beim Heimkommen vor ihrer Tür und während sie in breitem Hessisch, sächselnd und in amerikanischem Slang einen Gag nach dem anderen zum Besten geben, kommen die Zuschauer kaum aus dem Lachen heraus.

Wie viel Liebe in dem Spiel steckt und dass hier nicht alles einstudiert, sondern zwischendurch auch spontan improvisiert ist, zeigt sich schon daran, dass die Darsteller selbst das eine oder andere Mal herzhaft lachen müssen.

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Ebenfalls ein fester Bestandteil des Bessunger Kerbeballs sind alljährlich die DCC-Singers, alias Ralf Hellriegel, Charly Landzettel, Christoph Wackerbarth und Theo Wenz. In diesem Jahr müssen sie ebenfalls ein bisschen improvisieren, denn erst am gleichen Tag hat Charly die Liedtexte geschrieben. Doch das gelingt ihnen mühelos. Mit einem „Holladihi, Holladiho“ fordern sie aus ökologischen Gründen einen „ultimativen Prothesenspendeausweis“.

Charly verrät seine Hoffnung, dass sein Enkel einmal seine Zähne auftrage. Wenn er dann lächelnd durch Bessungen laufe, würde jeder sagen: „Guck, der Landzettel lebt noch.“

Dabei hat er sich innerhalb seines Stadtteils und darüber hinaus sowieso schon unsterblich gemacht. Genauso wie die anderen Darsteller auf der Bessunger Bühne. Wer hier zu Gast ist, vergisst den Abend mit seiner einzigartigen Unterhaltung gewiss so schnell nicht. Wie gut also, dass die Kerb kein Ende hat. Und der zukünftige Altkerbevadder bleibt dem Bessunger Kerbpublikum sowieso auch weiterhin treu. (Fotos: Hans-Wilhelm Schambach)
Bilder von der Bessunger Kerb finden Sie in unserer Chronik.
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„Darmstädter Echo“, Ausgabe vom 21. September 2015
Sommermärchen in Lappinghausen
Bei Kaiserwetter feiern die Bessunger ihre Kerb
mit einem „wunderschönen“ Umzug

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Foto: Claus Völker

Beim Bessunger Umzug war auch ein Motiv-Wagen des Kikeriki-Theaters zu sehen, dessen Chef Roland Hotz viele Jahre Bessunger Kerbevadder war. Nachfolger Ralf Hellriegel glossierte in seiner letzten Kerberedd noch einmal die Ereignisse um den Stadion-Neubau.

BESSUNGEN – Seit Freitagabend geht’s rund in Darmstadts ältestem Stadtteil: Die Bessunger feiern Kerb und am Sonntag beim Kerbeumzug ist alles draußen, was Beine hat. Kaiserwetter, „wie wir’s verdient haben“, ruft jemand über die Gass’: Kein Zweifel, die Sonne strahlt, weil in Bessungen endlich wieder Kirchweih ist. Unter einem blau-weißen Wolkenhimmel zuckelt Nummer um Nummer an den schmucken Häuserzeilen in Darmstadts ältestem Stadtteil vorbei. Manch’ Anrainer hat es sich mit einem dicken Kissen unter verschränkten Armen am Fensterbrett gemütlich gemacht. Vorab brummt der freundliche Polizist im silbernen Auto, damit der närrische Kerbezug auch in Form bleibt. Menschen säumen die Hauptstraßen, die an diesem Sonntag vom Lindwurm frequentiert werden.

In der Brüder-Knauss-Straße können sich Erschöpfte gar auf Stühlen niederlassen und das bunte Treiben im wahrsten Sinn des Wortes so richtig schön aussitzen. Mit Pauken, Saxophon und Trompeten spielt dann der Musikzug Darmstadt auf: „Sag mir quando, sag mir wann, quando, quando, quando …“ Fast scheint es so, als zögen die schweren Gäule vom Fohlenhof zu der bekannten Melodie um so lieber die Kutsche mit dem scheidenden Kerbevadder Ralf Hellriegel darauf, der wie immer nicht ohne Adjutanten ausfährt.

Kinder schenken Karotten her, irgendwo haut ein Luftballon Richtung Himmel ab und Oberbürgermeister Jochen Partsch in Kerbejägerjoppe salutiert nach rechts, dann brav nach links, was auch Charly Landzettel ewiglächelnd tut. „Frei Pinkeln für alle Zugteilnehmer“, verspricht Bessungens schrägster Kerbewirt „bei Reinwein’s“ in Nummer 38. Ganz klar: Auch hier wird das Kerbelebensmotto „Mir sinn mir“ eingehalten. Als äußerst feine Dame herausgeputzt, wird die alteingesessene Aurora de Mehl in schmucker Begleitung von Herrn Schmidt, der zwei auffällige Schneidezähne fletscht und im braunen Hasenkostüm steckt, bejubelt.

Kinder sind mit Taschen bewaffnet, um ordentlich Popcornpäckchen, Bonbons oder Luftballons einzusammeln. Keinen Mangel an Nachwuchs scheint die Bessunger Kinderwerkstatt zu haben, deren Nummer aus vielen Buben und Mädchen in bunten Anzügen lebt, die vergnügt umherlaufen und Hunderte von Seifenblasen in die Luft schicken. Alte Fahnen der Schwolleschehs wehen unter Plastikfolie und die vielen verschiedenen Karneval- und Sportvereine verbreiten ausgelassene Stimmung: Alle freuen sich an dem „wunderschönen Umzug“, wie es Herbert Scheible treffend formuliert.

Wie eine riesige Klangcollage ist dieser Umzug, wo lauthals mal „ein Fest der Liebe“, dann das Wörtchen „Pizza“ oder „Da sagt der Hans zur Rosi“ gesungen wird. Mit schweren Rucksäcken zeigen die Pfadfinder, was sie drauf haben und eine ulkige Männerriege trägt schrillbunte Perücken auf dem Kopf. Radballer und Einradfahrer vom Velociped-Verein zeigen Kunststücke, dann laufen verschiedene Parteien wie auch Pfarrgemeinden vorbei.

Den Heiner-Liner steuert zur Kerb Peter Dinkel „ganz ohne Hände“, auf die können allerdings die Freunde vom „Dippche“ zum Halten ihrer Gläser nicht verzichten. Zackig kommt dann noch der große Wagen des Freundeskreises Buchenhof mit einem Riesenbanner daher, auf dem zu lesen ist: Der Buchenhof feiert die Bessunger Kerb als „Sommermärchen“.

Von Sibylle Maxheimer

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„Bessunger Neue Nachrichten“, Ausgabe vom 24. Juli 2015
Sommerfest und neue Ideen für die Luhö

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Foto: Ralf Hellriegel


Stolz präsentieren die Studierenden beim Sommerfest auf der Ludwigshöhe am vergangenen Sonntag (19.) nicht nur ihre Entwürfe für das Projekt „Neues Entree für die Ludwigshöhe“, sondern auch den von der Sparkasse Darmstadt gespendeten Scheck, den sie sich auch „gestalterisch“ verdient hatten.

Rechts: die Leiterin des Projekts, Professorin Astrid Schmeing und links der BBL-Vorsitzende Charly Landzettel bei der Scheckübergabe. Aber auch sonst bot der Hausberg wieder einiges beim Fest. Neben traditionell schönem Wetter gab es selbst Gebackenes und frisch Gezapftes, alles kredenzt von den Damen und Herren der Bürgeraktion. Und für die Kleinen hatte der Zirkus „Hallöchen“ wieder seine Turnutensilien aufgebaut. Am Ende des Tages freute sich dann BBL-Kassenwart Heinrich Berthold über die guten Einnahmen ob der vielen gespendeten Kuchen und Torten.

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„Darmstädter Echo“, Ausgabe vom 21. Juli 2015
Jeder Platz bildet eine eigene Welt
Sommerfest – Studenten präsentieren Konzepte für die Gestaltung der Ludwigshöhe – Umsetzung in zwei Jahren

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Foto: Claus Völker

Für die Gestaltung der Ludwigshöhe haben Studenten der Hochschule Darmstadt Konzepte entwickelt. Professorin Astrid Schmeing (rechts) erläuterte die Entwürfe.

(dop) Beim Sommerfest auf der Ludwigshöhe stellten am Sonntag Architekturstudenten ihre Vorschläge zur Neugestaltung des Entrees der Ludwigsklause vor.

Neben dem Waldspielplatz der Ludwigshöhe hat der Mitmach-Zirkus „Hallöchen“ einen Parcours aufgebaut. Dort balancieren Kinder über Bretter, klettern über Leitern, fahren Einrad. Wanderer stärken sich mit Würstchen und genießen kühles Bier oder Apfelwein an den Ständen der Ludwigsklause. Leckeren, selbst gebackenen Kuchen und Kaffee bietet direkt unter dem Ludwigsturm die Bürgeraktion Bessungen/Ludwigshöhe an. Der Erlös fließt dem Erhalt des Ausflugsziels zu. Viele Gäste erfreuen sich am schönen Blick von der Ludwigshöhe.

Auf Plakaten präsentieren Architekturstudenten der Hochschule Darmstadt ihre Ideen zur Neugestaltung des Vorplatzes der Ludwigsklause. „Früher standen hier sechs Bäume. Nun sind von den drei übrigen zwei kaputt, auf einem großen Schachbrett konnten Besucher spielen“, so der Vorsitzende der Bürgeraktion, Erich Landzettel.

Über die Jahre hat der asphaltierte Platz gelitten. Man nahm Kontakt mit der Architekturprofessorin der Hochschule, Astrid Schmeing, auf. „Als wir uns das Gelände im Winter anschauten, wirkte es trostlos, es fehlten Blickbezüge und Orientierungspunkte“, schildert Studentin Juliane Dinter.

Gedanken über die Wegebeziehungen
Fünfzehn Studenten haben sich in Kleingruppen über die Winterferien Gedanken gemacht. „Die meisten Projekte versuchen die Wegebeziehungen aufzuwerten, sich mit der Fläche zu befassen und sie ein Stück weit in Richtung Toiletten zu verlagern sowie den Spielplatz und das Entree stärker anzubinden“, fasst Astrid Schmeing die Ideen zusammen.

Utopisch wirkt ein Projekt, bei dem, ausgehend vom Turm, alles in ein Kreisgeflecht eingebunden ist. Wie bei einem Planetensystem bildet jeder Platz eine eigene Welt. Dafür müsste aber viel Erde bewegt werden.

Juliane Dinter und Sarah Marker ziehen in ihrem Projekt den Platz zusammen, stärken die bestehenden Blickbezüge und lassen die Wegebeziehung zum Thema werden. Dafür wollen sie die Blickachsen von Störendem befreien und die Liegewiese hinter dem Kiosk aufgreifen. Die Bepflanzung soll durch Lichtung in Teilbereiche aufgegliedert und miteinander verbunden werden, um dem vorderen Platz mehr Symbolik zu verleihen. Er soll mit einem Mittelpodest ausgestattet werden und genügend Freiraum für eine flexible Bühne bieten, die unterschiedlich genutzt werden kann.

Christina Martin wiederum legt Wert auf die Zoneneinteilung und Lauflinien des Geländes. Sie überlegte sich eine Form für den Platz, wo überall die Achsen aufeinandertreffen und Holzmobiliar verwendet wird. Der Platz ist auf den Turm und zu einer mobilen Bühne ausgerichtet. Auch sollen die Treppenstufen erweitert werden. Um dem Gelände ein Raster zu geben, legt sie einen Grünstreifen an. Die Form des Platzes soll so verändert werden, dass die Wege und Verbindungslinien besser angebunden sind. Ein Bocciaplatz soll bei der Liegewiese entstehen.

In einem weiteren Projektvorschlag wird der Platz zum Bessunger Erlebnisort umgewandelt, um seine Geschichte in den Mittelpunkt zu rücken. Der Ludwigsturm soll betont, die Farben seinem roten Sandsteinton angepasst werden und die Plätze rund sein.

Grundriss des alten Hotels
Teil dieses Konzeptes ist es, den Grundriss des alten Hotels freizulegen und den Platz mit Bessunger Kies aufzufüllen. Infotafeln erzählen die Geschichte des Platzes. Für Rollstuhlfahrer ist eine Rampe bei der Aussichtsplattform und ein Weg über den Kies angedacht.

„Das Kellergewölbe des alten Hotels steht noch, das Restgemäuer könnte man auffüllen“, sagt Landzettel.

Für ihre Ideen spendet die Sparkasse den Studenten 1.000 Euro. „Eine Kombination aus allen Projekten soll in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden“, so Landzettel. „Ich finde es schön, dass sich die jungen Leute mit der Geschichte auseinandergesetzt haben“, bemerkt Heidi Zimmermann. Auch die Betonung des Ludwigsturms gefällt. „Mir sind die Ideen zu städtisch, das möchte ich hier oben nicht“, meint dagegen Xenja Fleck.
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„Bessunger Neue Nachrichten“, Ausgabe vom 10. Juli 2015
Brunnebittfest: Großer Andrang, wie immer

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(Foto: Ralf Hellriegel)


BESSUNGEN (rh). Nicht ganz so heiß wie auf dem Heinerfest waren die Temperaturen beim diesjährigen Brunnebittfest.

Ganz im Gegenteil, die Wetterprognosen standen eher auf Gewitter am 26. und 27. Juni. Aber zum einen hält das in Bessungen niemanden davon ab „sein“ Stadtteilfest zu feiern, und zum anderen kam es schlussendlich dann doch anders, als vorhergesagt. Aber der Reihe nach.

Schon am Freitagfrüh wuselten die ersten „Handwerker“ der Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe (BBL) über den Forstmeisterplatz und entlang der Bessunger Straße. Da wurden Stromversorger aufgebaut, Wasseranschlüsse installiert, Lichterketten in die Bäume gehängt, die Straßenschilder und Absprerrungen aufgebaut und die Tischgarnituren sowie großen Marktschirme auf dem Forstmeisterplatz in Stellung gebracht. In Stellung brachten sich dann auch die fünf Vereine rund um die Brunnebitt, zuständig für das leibliche Wohl der Besucher.

Last but not least ist die „Tapeziertisch-Fraktion“ zu nennen. Nachdem die über 200 Flohmarkt-Beschicker ihre Stände aufgebaut und ihre Schätze präsentiert hatten, kamen sie wieder in Scharen, die Fans des schnuckeligen Festes im Herzen von Bessungen. Und das, noch bevor Ralf Hellriegel, der das Brunnebittfest seit 2004 organisiert, zusammen mit dem diesjährigen Schirmherren MIchael Mahr, Vorstandssprecher der Volksbank Darmstadt, das Fest offiziell eröffnete.
Tausende von Menschen gaben sich auch in diesem Jahr wieder ein Stelldichein auf „Darmstadts kleinem Heinerfest“, wie es Hellriegel in seiner Begrüßung titulierte. Es wurde getanzt, gesungen, gebabbelt und gelacht, so wie es in Bessungen schon immer gute Sitte ist.

Neben dem obligatorischen Kuvert brachte der Schirmherr auch drei Schirme mit, die – was beim Brunnebittfest selten passiert – tatsächlich tags darauf für kurze Zeit gebraucht wurden. Der Samstag begann mit einem ordentlichen Wolkenbruch, was die allermeisten Flohmarktbeschicker allerdings mit einem Lächeln quittierten. In der berechtigten Vorahnung, dass es im Stadtteil nie lange regnet, wenn ein Fest gefeiert wird, harrten die meisten in einer Toreinfahrt oder einem überdachten Innenhof aus, bis die Sonne bald darauf wieder lachte.

Gegen Nachmittag allerdings waren alle noch Anwesenden gut beraten, schnellstens die Requisiten zusammenzupacken. Die aufziehenden dunklen Wolken hatten es kurz zuvor prophezeit: Ein heftiges Gewitter mit sturzbachähnlichem Wolkenbruch prasselte zwar kurz, dafür aber umso intensiver auf Bessungen nieder.

Also machten sowohl die Flohmarktbeschicker als auch die Vereine ihre „Schotten dicht“ und beendeten das nicht minder erfolgreiche 36. Brunnbittfest halt eben eine halbe Stunde früher.
Bilder vom Brunnebittfest finden Sie in unserer Chronik.
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„Darmstädter Echo“, Ausgabe vom 29. Juni 2015
„Es ist unglaublich, was hier los ist“
Brunnebittfest – Großer Andrang beim Flohmarkt
und auf dem Forstmeisterplatz

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(Foto: André Hirtz)

Aufräum-Truppe: Für das Brunnebitt-Fest am Wochenende war die Bessunger Straße gesperrt. Am Samstagnachmittag sorgten fleißige Helfer dort für Ordnung.

Am Freitag und Samstag feierten die Bessunger ihr allseits beliebtes „Brunnebittfest“. Die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Veranstaltung lockte zahlreiche Menschen an. Höhepunkt war wie jedes Jahr der große Flohmarkt, der trotz Regen wieder sehr gut besucht war.

Bereits am frühen Samstagvormittag schlendern die ersten Besucher durch die Bessunger Straße, hier und da beziehen Flohmarkt-Verkäufer wieder Position hinter ihren Ständen – das Brunnebittfest geht in die zweite Runde. Gestartet hat es offiziell am Freitagnachmittag mit einer Eröffnungsrede des Schirmherrn Michael Mahr, dem Vorstandssprecher der Volksbank Darmstadt-Südhessen.

Nachts unterwegs auf Trödelsuche
„Hier kommen Bürger aus allen Darmstädter Stadtteilen zusammen“, erklärt der Organisator des Festes, Ralf Hellriegel. Er bezeichnet das Brunnebittfest als „kleines Heinerfest“ und findet der Flohmarkt wäre der wichtigste und schönste in ganz Darmstadt. „Es ist unglaublich, was hier los ist“, meint er kopfschüttelnd. An einem der zahlreichen Stände verkauft Frank Trysna diversen Trödel. Das Beste sei schon weg, erzählt er. Manche seien sogar nachts unterwegs gewesen, „mit Taschenlampen“.

An einem anderen Stand stehen mehrere junge Leute und warten auf Kundschaft. „Bei uns findet man eine außergewöhnliche Bandbreite an Produkten“, wirbt einer der Verkäufer. Sie bieten allerlei Haushaltsgegenstände, Klamotten und sogar Lilien-Fan-Artikel an. „Wir sind sozusagen die Bessunger Lilien“, sagt eine Frau lachend. Die Ware sei von Verwandten, Freunden und aus dem eigenen Haushalt.

„Der Flohmarkt hier hat einen ganz besonderen Reiz“, sagt eine Besucherin. Deswegen sei sie auch jedes Jahr auf dem Fest – „obwohl ich kein echter Bessunger bin“. Sie habe ein paar Glasschüsseln, eine silberne Brosche und eine Vase erstanden, erzählt sie und zeigt stolz ihre Schätze.

Auch ein Motorroller steht zum Verkauf
Ein älterer Herr erklärt, dass ihm die Atmosphäre und das Ambiente hier sehr gut gefielen. Das ist auch der Grund für ein junges Ehepaar mit ihren drei Kindern: „Wir gucken nach Dingen, die man gebrauchen kann“, erklärt die Frau. Es ist aber auch für jeden etwas dabei: Kindersachen, Spielzeug, Kleidung und Schuhe, diverse Haushaltsgegenstände, Schmuck ja sogar ein alter Motorroller wird an einem Stand verkauft.

Der Flohmarkt ist seit 32 Jahren Teil des Brunnebittfests und erstreckt sich über die gesamte Bessunger Straße samt Nebengassen. „Es gibt etwa 200 feste Plätze, der Andrang ist riesig“, sagt Ralf Hellriegel. Zweiter Umschlagpunkt des Stadtteilfestes ist der Forstmeisterplatz, also der „Brunnebitt-Platz“ wie die Bessunger ihn nennen. Dort sorgen Bessunger Vereine für das leibliche Wohl der Besucher: Es gibt Fischbrötchen, Würstchen, Hamburger, Kaffee und Kuchen sowie kalte Getränke.

Erlös fließt in Bessunger Projekte
„Das Brunnebittfest wird jedes Jahr von der Bürgeraktion Ludwigshöhe veranstaltet“, sagt Geschäftsführer Siegbert Schreiner. Die Veranstaltung gäbe es bereits seit 36 Jahren – hervorgegangen sei sie aus einem Treffen, das ursprünglich für sämtliche Bessunger Vereine gewesen wäre, so Schreiner. „Ein Großteil dessen, was wie einnehmen, verwenden wir für Gemeinnütziges, wie beispielsweise unsere Kerb“, sagt Ralf Hellriegel. „Die ist aber erst im September. Als nächstes steht in Bessungen erst mal das Sommerfest auf der Ludwigshöhe an“.
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„Bessunger Neue Nachrichten“, Ausgabe vom 26. Juni 2015
Heiner und Bessunger „on tour“:
Auf den Spuren Datterichs nach Traisa

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(Foto: Ralf Hellriegel)


BESSUNGEN/MÜHLTAL (cl). Noch ein wenig müde von der „Langen Nacht des Datterich“ machten sich zahlreiche Heiner und Bessunger auf den Weg, den das berühmte Darmstädter Original, der Datterich, einst nach Traisa genommen haben soll.

Die Wanderschar wusste zwar nicht genau, auf welchen Pfaden Ernst Elias Niebergall seinen Lokalhelden nach „Traase“ wandeln ließ (Dr. Engels vom Stadtarchiv konnte auch nicht helfen), aber sie war sich sicher, dass nur der von ihr eingeschlagene Weg der richtige sei.

Für die Organisatoren der Datterich-Wanderung, den Förderverein Darmstädter Heiner e.V. und die Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe e.V. (BBL), war es allerdings zweitrangig, welchen Weg der berühmteste aller Darmstädter Schnorrer wählte, um in dem schönen Vorort die Herren Dummbach, Spirwes und Bennelbächer zu treffen und eventuell den einen oder anderen Schoppen abzustauben. Ihnen war es vielmehr wichtig, das umfangreiche Programm des Datterich-Festivals zu bereichern – und an Niebergall zu erinnern. Und das tat man dann auch, denn nicht nur wandern war angesagt, sondern auch nachdenken und vielleicht auch Neues über die Geschichte zu erfahren.

In Form eines Fragebogens, den die Wanderer auf dem Weg zur Datterich-Schänke in Traisa ausfüllen konnten, mussten teils knifflige Aufgaben gelöst werden. Für die rund 70 Teilnehmer der Wanderung war also für Diskussionsstoff unterwegs gesorgt.
Für eine gerne entgegen genommene Auffrischung indes sorgten die Helfer der Bürgeraktion bei einem Halt am Traisaer Hüttchen (siehe Foto).

Die Familien Ellen und Horst Uhrhan sowie Dieter und Gerda Vogel sowie Karin Gimbel kredenzten Wein, Wasser und Käsehäppchen, bevor Wanderführer Roland Dotzert die letzten Kilometer bis zur Schänke einläutete.
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„Darmstädter Echo“, Ausgabe vom 15. Mai 2015
Architektur-Studenten wollen Ludwigshöhe umgestalten
Ludwigshöhe – HDA-Architektur-Studenten: Flächen rund um die Gaststätte sollen umgestaltet und aufgewertet werden

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(Foto: Claus Völker)

Ideen zur Umgestaltung des Entrées der Ludwigshöhe wurden auf eben dieser von Studenten präsentiert. Ganz links Professorin Astrid Schmeing von der Hochschule Darmstadt. Mit dabei war auch, Zweite von rechts, Bau- und Planungsdezernentin Cornelia Zuschke.

Die Aussicht ist entzückend vom Bessunger Hausberg, der Ludwigshöhe. Ganz anders der Blick auf den asphaltierten Platz vor der Gaststätte und manche Fläche rundum. Die wollen nicht zu einem grünen Ausflugs- und Naherholungsziel passen. An diesem ästhetischen Mangelzustand soll sich etwas ändern. Auf Einladung und Initiative der Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe (BBL) haben sich Architektur- und Innenarchitektur-Studenten der Hochschule Darmstadt (HDA) aufgemacht, um der Ludwigshöhe ein wenig zu helfen. In einer Stehgreif-Aufgabe, betreut von Professorin Astrid Schmeing, haben sie sieben Gestaltungsvorschläge ausgearbeitet, die die stark fragmentierten Kleinflächen rund um Gaststätte und Kiosk neu ordnen und aufwerten möchten.

„Unser Entrée“, hob Erich Landzettel von der BBL an, „sah vor rund 40 Jahren noch wunderschön aus. Heute sieht das – naja, doch bescheiden aus. Diesen Zustand wollen wir deutlich aufpeppen.“ Die gut nachvollziehbare Idee hat den üblichen Haken – den der sicheren Finanzierung. „Frau Zuschke muss ich ja nicht wirklich fragen“, sagte Landzettel, und die Baudezernentin hörte dabei aufmerksam zu. Die BBL sehe vor sich ganz klar, so Landzettel, die große Aufgabe des Spendensammelns.

Die sieben Entwürfe sind Vorschläge und pure Ideensammlungen, hob Professorin Schmeing hervor, keine konkreten Umbaupläne. Die Studenten hätten die Aufgabe – Neugestaltung der Asphalt-Fläche vor Kiosk und Gaststätte – schnell ausgeweitet und diverse weitere Flächen funktional miteinander neu in Bezug gesetzt.

Dieses ist verdienstvoll. Wer von Westen mit dem Auto hochfährt, weiß gar nicht recht, ob er schon da ist, und wer von Osten heranspaziere, werde, so Astrid Schmeing, „nicht wirklich optimal“ von einem Toilettenhäuschen empfangen.

Zwar einem schmucken, dennoch aber einem Toilettenhäuschen. „Wie komme ich auf die Ludwigshöhe und wie kann ich mich dort orientieren“, das seien schnell zusätzliche Leitfragen geworden für die Stehgreif-Aufgabe.

Tatsächlich wimmelt es an Schildern im Wald, vom Sparkassenweg bis zum Planetenweg, aber eine klare Schilderführung zur Ludwigshöhe wird vermisst. „Es wär’ schön, wenn da mehr Hinweise aufgestellt würden“, sagte Studentin Jennifer Kister bei ihrer Ideenpräsentation. „Man findet die Ludwigshöhe nicht, wenn man sich hier nicht schon gut auskennt. Oder man ist schon da, ohne es zu wissen.“

„Darüber müssen wir nachdenken“
Das ist für einen Ausflugsort tatsächlich suboptimal. Es wurde offenbar, dass schwere Auffindbarkeit für Ortsfremde nicht als Qualitätsmaßstab gelten kann. „Darüber müssen wir nach-denken“, gestand Erich Landzettel. Baudezernentin Cornelia Zuschke lobte, dass die Entwürfe „nicht eine Restflächenverwertung“ vornähmen, sondern größer dächten, über den Tellerrand hinaus sähen. Ob man Wege zur Ludwigshöhe stärker kennzeichnen müsse, bezweifle sie. Wenn sie plötzlich vor einem auftauche, sei das doch auch ein Erlebnis. „Hier ist ein Loch im Wald und unten ist die Stadt“, sagte Zuschke.

Forstamtsleiter Hartmut Müller wehrte sich gegen studentische Einwürfe, dass man doch hie und da ein paar Bäume fällen könnte, um Sicht zu gewinnen und Freiraum zu schaffen. Zur Finanzierung der Umgestaltung schlug Müller die Idee einer Darmstädter Waldaktie vor, mit der Kapital aufgebaut werden könne. Und Sponsoren würden gebraucht. Dennoch werde man die Umgestaltung nur Stück für Stück umsetzen können. Optimist Landzettel rechnet mit einem Beginn der Umgestaltung im Frühjahr 2017.

Astrid Schmeing plädiert dafür, nicht alle Orte „geschichtlich zu definieren“. Aber die Bezüge zum Vergangenen, die ein Entwurf aufzeigte, gefielen ihr. Darin wird – als zu ummauernde Frei- und Aktionsfläche – der Grundriss des historischen Restaurantgebäudes auf der Ludwigshöhe betont und erfahrbar. Jener so repräsentative wie atmosphärische Bau, der im Bombenhagel der Brandnacht 1944 vernichtet wurde und bis heute von vielen vermisst wird.
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„Bessunger Neue Nachrichten“, Ausgabe vom 15. Mai 2015
Der Mai ist gekommen – die Ludwigshöhe lockt

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(Foto: Ralf Hellriegel)


DIE AUFTAKTVERANSTALTUNG
für die Eröffnung der Freiluftsaison findet alljährlich am 1. Mai in Bessungen statt. Genauer gesagt über den Dächern der Stadt auf der Ludwigshöhe. „Wer was uff sich hält, für den ist das Turmfest ein Muss“, stellte Kerbadjutant Dennis Oldag auf Nachfrage fest. Recht hat er. Diese ganz besondere „Maikundgebung“, 1000 Fuß über dem Meeresspiegel, lässt nicht nur Bessunger in Scharen auf den Hausberg strömen. Ob gewandert, spaziert, gejoggt oder geradelt, man gibt sich hier gerne ein Stelldichein. Schon von Weitem hörte man die „Modautaler Spitzbuben“ Peter Fischer und Walter Kehr mit Akkordeon und Tuba aufspielen. Und in Windeseile fanden die Frischluftfans an den zahlreichen Holzbänken ihr „Plätzchen fürs Schwätzchen“. Und während die Kleinen sich auf dem herausgeputzten Waldspielplatz tummelten, erklommen andere die 100 Stufen des 28 Meter hohen Ludwigsturms, um den kilometerweiten Rundblick und das satte Maigrün der „Stadt im Walde“ zu genießen. Apropos: Genießer kamen an diesem Tag auch anderweitig nicht zu kurz. Die Mitglieder der Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe boten neben belegten „Worscht- und Fischweck“ auch die klassische Bratwurst mit Brötchen und Senf, dazu ein kühles gezapftes Pils vom Fass. Für die Weintrinker wurden zahlreiche Rebsorten angeboten, sogar das eine oder andere Sektgläschen wurde hier geleert. In der „Ludwigsklause“ bei Moni und Seckin wurden leckere Kuchen und frischer Kaffee angeboten – was will man mehr? Und da der erste Mai in diesem Jahr auf einen Freitag fiel und die Temperaturen angenehm waren, hielten es die meisten gerne bis in die späten Abendstunden aus.
Bilder vom Turmfest am 1. Mai finden Sie in unserer Chronik.

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„Darmstädter Echo“, Ausgabe vom 2. Mai 2015
Ludwigsturmfest:
Mit Kind und Kegel rauf auf den Buckel
Musik, Begegnung, Turmbesteigung und Maibowle:
ein Bessunger Erfolgsrezept

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Foto: Guido Schiek


Nicht nur die Bessunger erklimmen am 1. Mai aus alter Tradition ihren Hausberg, die Ludwigshöhe. Dass es sich zu Füßen des backsteinroten Darmstädter Aussichtsturms prima feiern lässt, hat sich bis in den Odenwald herumgesprochen.

DARMSTADT. Wer am Ludwigsturmfest teilnehmen will, muss erst den maiengrünen Wald durchqueren – ein meditatives Erlebnis, das die Vorfreude steigert. Vögel überbieten sich mit Jubel-Arien, und die vom Grillwürstchenduft noch nicht eingelullte Nase wittert den feinen Geruch des Waldmeisters.

Mit Kind, Hund und Rädern geht es hinauf zum Bessunger Hausberg. An mehreren überdachten Ständen haben die rührigen Mitglieder der Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe (BBL) ihr Speisen- und Getränkeangebot aufgebaut. Die Hauptarbeit, das Säubern der Anlage und Streichen der Bänke, liegt schon ein paar Tage hinter ihnen.

Mit voller Konzentration wendet der BBL-Vorsitzende Charly Landzettel Brat- und Paprikawürste auf dem Grillrost. Er erzählt, dass Privatleute, Geschäfte und Firmen rund 100 Tische und Bänke für die Ludwigshöhe gespendet haben.

Auch Polizeioberkommissar Reiner Leichtlein gehört zum Kreis der Bank-Stifter. Ausnahmsweise trägt er heute keine Uniform, weil er zum Dienst am Weinstand eingeteilt ist. Privat, aber auch beruflich sei er mindestens einmal in der Woche auf der Ludwigshöhe anzutreffen, einem Ort „massiver Feierlichkeiten“, sagt er ironisch.

Dass die jungen Leute ihren Abfall einfach liegen lassen, findet Leichtlein mehr als ärgerlich. Deshalb hält er denen, die er dort nach wilden Orgiennächten noch antrifft, eine Standpauke und macht ihnen klar, dass der öffentliche Platz keine Müllhalde, sondern für alle Erholungssuchenden da ist. Was schätzt der bekennende Ludwigshöh-Fan Leichtlein am 1.-Mai-Fest? „Die Formlosigkeit“, ist seine Antwort.

Ohne Reden und Tamtam beginnt es etwas schleppend um 11 Uhr. Wenig später trudelt die erste private Wandergruppe aus Eberstadt ein und stellt Tupperware-Dosen mit Broten und Käsewürfeln fürs zweite Frühstück auf einen Tisch. In der „Ludwigsklause“ wird selbstgemachte Maibowle mit Waldmeistergeschmack kredenzt.

Spitzbuben aus Modautal
Zu Füßen des Backsteinturms packen die „Modautaler Spitzbuben“ Peter Fischer und Walter Kehr Tuba und Akkordeon aus und begrüßen die Neuankömmlinge mit beschwingter Musik im Oberkrainer Stil.

Wie jedes Jahr fordert der 28 Meter hohe Aussichtsturm die Kondition von Jung und Alt heraus. Laut zählen die Kinder die Wendeltreppenstufen mit und kommen zu einem verrückten Ergebnis: Nach oben sind’s 99, nach unten aber 100. Oben, auf der Plattform, beweist sich, dass Darmstadt den Namen „Stadt im Walde“ zu Recht trägt: Alles so schön grün hier. Weil ein Dunstschleier den Weitblick trübt, wirken die Frankfurter Wolkenkratzer wie ausradiert.

Den herrlichen Rundumblick verdanken die Besucher letztlich Wilhelm Schwab, einem Gründungsmitglied des Bauvereins. Er hatte den Bau des 1882 eingeweihten Turms mit einer Spende von 17 000 Mark ermöglicht. Schon im 19. Jahrhundert war die Ludwigshöhe nämlich ein beliebter Festplatz für Vereine und Familien und auch Ernst Elias Niebergall wohlbekannt. In seinem „Datterich“ hat er den damaligen Wirt Christoph Faust verewigt. Datterich: „Kenne Se de Faust?“ Drechslergeselle Schmidt: „Von de Ludwigsheh?“ Datterich: „Nein, von Geethe!“

Seit 1977 lädt die Bürgeraktion Bessungen dazu ein, den 1. Mai auf der Ludwigshöhe zu feiern. Anfangs war es nur ein lokales Ereignis, das sich aber schnell bis in den Odenwald hinein, bis nach Ober-Ramstadt und Traisa herumgesprochen hat. Charly Landzettel merkt es an den steigenden Besucherzahlen. „Ab auf den Buckel“ ist am 1. Mai auch die Devise des Odenwaldklubs. Formlos mag das Fest ja sein – aber Familien, Parteien und Vereine haben dafür im Lauf der Jahre ihre eigene Tradition entwickelt.

Das Gelände um den Spielplatz und die Toiletten gehört dem Hessischen Forst, der Rest ist Eigentum der Stadt Darmstadt, von der Charly Landzettel hofft, dass sie bald die Renovierung der Terrassenmauer in Angriff nimmt. Den Ausblick auf die Stadt von der Terrasse aus können die Besucher übrigens erst seit Frühjahr 1990 genießen. Wirbelsturm Wiebke knickte damals alle Bäume, die bis dahin die freie Sicht auf Darmstadt, Pfälzerwald, Vogesen und Taunus versperrt hatten.

Mitten im Trubel des Festes steht eine Eiche, die es an Höhe fast mit dem Turm aufnehmen könnte. Gewidmet ist sie – kaum noch entzifferbar – Ernst Bickel, dem 1981 gestorbenen früheren Vorsitzenden und Gründungsmitglied der Bürgeraktion Ludwigshöhe. Ob er geahnt hat, dass sich aus seiner Initiative ein so erfolgreiches und beliebtes, weit über Darmstadt hinaus bekanntes Fest entwickeln würde?

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„Darmstädter Echo“, Ausgabe vom 5. Januar 2015
Schnaps und Brezeln als Wegzehrung
Neujahrswanderung –
Mit Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe geht es aufwärts

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(Foto: Roger Murmann)


Mittendrin und immer gut dabei: Charly Landzettel bei der Neujahrswanderung der Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe.


Die Neujahrswanderung der Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe (BBL) führte am Sonntag rund ein Dutzend Teilnehmer von der Lichtenbergschule zur Ludwigsklause.

„So eine Winterwanderung ist doch immer schön.“ Dieses Urteil einer Teilnehmerin ist für die Aktiven der BBL allein schon Grund genug, alljährlich zur Neujahrswanderung einzuladen. Dass alle mit Herz und Seele bei der Sache sind, merkt man schon bei der Begrüßung: Ein Gläschen Sekt und eine Neujahrsbrezel gibt es für jeden. Charly Landzettel übermittelt ganz offiziell allen Teilnehmern die besten Wünsche zum neuen Jahr.

Dabei hatte sich nicht nur der BBL-Vorsitzende gleich zu Jahresbeginn kräftig geärgert: Die Ludwigshöhe glich nach der feucht-fröhlichen Silvesterparty einer Müllkippe. Freiwillige der BBL hatten am Neujahrsmorgen alle Hände voll zu tun, um leere Flaschen und Reste von Böllern und Raketen zu entsorgen. „Das sah fürchterlich aus“, empört sich Landzettel noch immer. Klar, dass auch zu Beginn der Neujahrswanderung das Müllchaos Gesprächsthema Nummer eins war.

Mancherorts ist es spiegelglatt
Gelassen sieht Landzettel dagegen die eher bescheidene Teilnehmerzahl. „Die ist von Jahr zu Jahr recht unterschiedlich“, berichtet er. Man sei auch schon mit 50 Leuten losgezogen. Doch das schlechte Wetter der letzten Tage habe wohl viele abgeschreckt. Am Treffpunkt an der Lichtenbergschule ist es an diesem Vormittag auch nicht ganz ungefährlich, denn manche Stellen sind spiegelglatt. Auch der Weg entlang der Akademie für Tonkunst ist vereist. „Im Wald ist es nicht so schlimm“, meint Landzettel und beschließt kurzerhand, einen kleinen Umweg über die eisfreien Gehwege der Paul-Wagner-Straße und Klappacher Straße zu machen, um in den Wald zu gelangen.

Auf Umwegen zum Ziel
Der Wanderschar kommt es ohnehin nicht auf den kürzesten Weg an. Deshalb führt die Route noch am Goetheteich vorbei. Über die Wildbrandschneise nähert man sich dann allmählich von Süden her der Ludwigshöhe. Zwei kleine Stopps gibt es zwischendrin. Einmal weist Charly Landzettel auf ein Jubiläum hin: Vor 40 Jahren wurde die Bürgeraktion Ludwigshöhe gegründet. Sie hat dafür gesorgt, dass dort Trümmer weggeräumt, der Ludwigsturm saniert und die Außenanlagen hergerichtet wurden. 1997 hat die Bürgeraktion sich mit der Kerbeverein Bessungen zur BBL zusammengeschlossen: „Personell waren beide Vereine eigentlich eh’ gleich aufgestellt“, berichtet Landzettel.

Beim zweiten Halt packt der zweite BBL-Vorsitzende Horst Uhrhan einen Birnenschnaps aus seinem Rucksack aus. Kleine Schnapsbecher hat er natürlich auch dabei, auch eine Tüte Neujahrsbrezeln macht wieder die Runde. „Der brennt gut durch“, kommentiert eine Frau das hochprozentige Stöffsche. Zur Endrast ist es dann nicht mehr weit, nach weiteren zehn Minuten hat die Gruppe die Ludwigsklause erreicht.

„Alle sind jetzt zu Kaffee und Kuchen eingeladen“, lautet Landzettels letzte Durchsage. Die Mitteilung stößt auf positive Resonanz. Zwei Wandersfrauen trällern beglückt auf den letzten Metern: „Da simmer dabei, das ist doch prima.“

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